Herzkreislaufstörungen-Prävention, Ursachen und Folgen...

Herzkreislaufstörungen

Als Störungen und Erkrankungen des Herzkreislaufsystems werden die gesundheitlichen Probleme und Krankheiten bezeichnet, deren Ursache auf verkalkte Arterien (Arteriosklerose) zurückgehen. Erfahre mehr über die Ursachen und wie Du Dich schützen kannst!

Verengte Blutgefäße - eine tödliche Krankheit

In Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen Arterienverkalkung. Jedes Jahr sterben mehr Menschen an Erkrankungen des Herzens und an Herzinfarkt als an Lungen- oder Brustkrebs.

Herzkreislauf-Störungen – Die Gefahren

Häufige Folgen von Erkrankungen des Herzkreislaufsystems sind neben dem Herzinfarkt

Schlaganfall (hier mehr Infos)
• Herzinsuffizienz
• Herzrhythmusstörungen
• Netzhaut- oder Nierenschäden
Bluthochdruck (hier mehr Infos)
• zu niedriger Blutdruck


Wer ist von Herzkreislauferkrankungen am meisten betroffen?

Neben Deinen Genen spielt Dein Geschlecht und Dein Alter eine Rolle für das Risiko, mit dem Störungen des Herzkreislaufsystems auftreten können. Vor Erreichen des 55. Lebensjahres sind Männer häufiger von erhöhtem Blutdruck betroffen als Frauen. Nach den Wechseljahren kehrt sich das Verhältnis dann um. Diabetiker sind besonders gefährdet, wenn es um Arterienverengung und die meist aus hier folgenden Herzkreislauferkrankung geht.

Mögliche Ursachen für Herzkreislauferkrankungen

Deine Art zu leben spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Sie wirkt sich unmittelbar auf das Risiko aus, mit dem Du an einer Herzerkrankung erkrankst. Da Störungen des Kreislaufs, insbesondere hoher Blutdruck die Ursache vieler Herzkreislauferkrankungen sind, solltest Du wissen, was Du tun kannst, um gesund zu bleiben.

Die Herzpumpe - Motor unserer Lebenskraft

Ein Erwachsenenherz ist etwa faustgroß. Schneller noch als im Sekundentakt pumpt es mit Sauerstoff angereichertes Blut in unsere Gefäße. Dadurch versorgt unser Motor über den Blutkreislauf alle Zellen mit Nährstoffen und Energie, um ausreichend Lebenskraft bereitzustellen.

Der Dauerkraftakt des Herzens

Steht der Körper unter Anspannung oder Stress braucht der Körper mehr Sauerstoff. Um den Körper in der besonderen Belastungssituation gut zu versorgen, wird das Blut schneller durch den Kreislauf gepumpt. Dadurch wird der Herzschlag entsprechend schneller.

Wie der Blutdruck steigt und schwankt

So erklärt sich, dass die gemessenen Blutdruckwerte bei hoher körperlicher Anstrengung höher ausfallen. Dass der Blutdruck schwankt, ist dagegen normal. Im Schlaf fällt der Blutdruck immer deutlich niedriger aus als bei stärkerer körperlicher Aktivität. Ein Zeichen von Gesundheit ist es, wenn die Blutdruckwerte stets wieder in den normalen Bereich zurückfinden.

Selbstregulierung des Körpers

An den Halsschlagadern befinden sich winzige Druckmesskörperchen, die sensibel auf Veränderungen des Blutdrucks reagieren und bei erhöhtem Druck dem Stammhirn das Signal geben, die Gefäße zu erweitern. Melden Sie niedrigen Blutdruck, sorgt das Stammhirn dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen. Die Niere reagiert mit der Ausschüttung von Renin, einem blutdrucksteigernden Hormon auf sinkenden Blutdruck.

Was Du bei Störungen tun solltest

Ist Dein Blutdruck dauerhaft erhöht, solltest Du einen Arzt konsultieren, um herauszufinden, warum die Selbstregulierungskräfte gestört sind und Dein Blutdruck ausschlägt. Bluthochdruck (Hypertonie) macht in Deutschland etwa 20 bis 30 Millionen Menschen das Leben schwer.

Was ist optimaler Blutdruck?

Ein optimaler Blutdruck liegt der Lehrmeinung nach bei etwa 120/80 mmHg. Der Blutdruck wird in „Millimeter Quecksilbersäule“(mmHg) angegeben.

Wie werden Blutdruckwerte gemessen?

StethoskopDie Angabe des Blutdrucks zeigt, wie hoch der Druck des Blutes auf die Gefäßwände ist.
Der Druck auf das Innere der vom Herzen wegführenden Arterien hängt davon ab, wie elastisch und widerstandsfähig die Gefäßwände sind. Gleichzeitig spielt eine Rolle, wie groß die Blutmenge ist, die pro Herzschlag durch den Kreislauf gepumpt wird. Die Herzfrequenz und seine Schlagkraft sind also mit für den Blutdruck verantwortlich.

Was bedeutet systolisch und diastolisch?

Blutdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gemessen, 120 zu 80 bedeutet also, dass der systolische Blutdruck bei 120 mmHg liegt, der diastolische bei 80 mmHg liegt.

Beispiel: 120/80mmHg

Im Beispiel ist 120 der systolische Wert.


Dieser Wert bezieht sich auf den Blutdruck im Moment der Herzkontraktion (Systole).


Bei der Herzkontraktion wird Blut in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt und drückt dabei auf die Arterienwände.


Im Beispiel ist 80 der diastolische Wert.


Dieser Wert beschreibt den Blutdruck im Moment des Erschlaffens des Herzens (Diastole).


Beim Erschlaffen dehnt sich der Herzmuskel und das Herz füllt sich erneut mit Blut.
   
Ab wann spricht der Arzt von hohem Blutdruck?

Nach medizinischer Definition spricht man bereits bei Werten von 140/90 mmHg von hohem Blutdruck (Hypertonie).

Woran erkenne ich hohen Blutdruck?

Häufige Symptome von hohem Blutdruck sind morgendliche Kopfschmerzen, oft am Hinterkopf, Schwindelgefühle, schnelles Ermüden, Sehstörungen oder auch ein gerötetes Gesicht.

Dass wir auf hohen Blutdruck stark emotional reagieren, hat zur bekannten Redewendung „auf 180 sein“ geführt. Wenn der Motor des Herzens heiß läuft und das Blut in den Adern kocht, heißt die Frage entsprechend:

Wie ruhig Blut bewahren?

Blutdrucksenkende Medikamente, die der Arzt verordnet, sollten immer erst das letzte Mittel sein. Viel ratsamer ist es, durch eine bewusste Veränderung Deines Lebensstils Vorsorge zu treffen.

Wie kannst Du das Herz entlasten und den Blutdruck senken?

Deine Herzpumpe muss enorme Arbeit leisten, wenn es alle Gefäße mit Blut versorgen will.
Herzkreislaufstörungen-Prävention ist auch für Dich von sehr hoher Wichtigkeit

Gewicht reduzieren

WaageJe schwerer Du bist, desto gewaltiger die Aufgabe. Geht Dein hoher Blutdruck mit Übergewicht einher, musst Du aber unbedingt ran und es heißt: Abnehmen! Nur so kannst Du Dein Herz schonen.
 
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Wie das gehen soll? Richtig:

Mehr Bewegung

Ausdauertraining kann sehr anstrengend sein. Bevor Du Dich zu hart rannimmst, solltest Du klären, ob Du Deine Belastungsgrenze nicht vielleicht überschreitest. Im Alltag kannst Du aber mit recht einfachen Mitteln den Kreislauf ankurbeln.

Pfad

Nimm die Treppe, geh kürzere Wege zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad! Je regelmäßiger die Bewegung, desto stabiler wird Dein Kreislauf. So trainierst Du Deine Herzmuskelkraft, Blutdruckschwankungen selbst auszugleichen.

Kleinere Mahlzeiten

Was das Essen angeht, kannst Du Deinem Körper auch einen Gefallen tun, wenn Du mehrere, kleine Mahlzeiten zu Dir nimmst. 5 bis 6 kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt belasten den Kreislauf weniger. Große Mahlzeiten fordern den Körper sehr stark. Darauf reagiert er mit hohem Blutdruck. Im Anschluss sackt der Kreislauf dann wieder stark ab.

Extreme Blutdruckschwankungen sind gefährlich und strapazieren den Organismus unnötig. Dasselbe gilt für Stress, daher solltest Du:

Stress ausschalten

Auch auf geistige Anstrengung und seelische Strapazen reagiert unser Körper mit Bluthochdruck. Daher sind Pausen und Auszeiten umso wichtiger. Mit Entspannungstechniken kannst Du Deinem Körper beibringen, wie er schnell und effizient wieder zu Kräften kommt, ohne sich unentwegt anstrengen zu müssen.

Meditierende Frau

Gefäßverkalkung entgegenwirken

Enge, verkalkte Gefäße machen dem Herzen wortwörtlich Druck. Daher musst Du alles reduzieren und meiden, was Gefäße schnell verkalken lässt.

Dazu zählen Zigaretten, aber auch Alkohol, insofern es um mehr geht als ein Glas Wein oder ein Bier am Tag. Frauen wird aber geraten, noch weniger Alkohol zu trinken.
 
 
Viel Obst und Gemüse – weniger tierische Fette

Wer hohen Blutdruck hat, sollte viel Obst und Gemüse mit Kalium und Vitamin C essen.
Tierische Fette wie in Butter, Sahne oder Fleisch sorgen für hohe Cholesterinwerte, verfetten die Blutgefäße und verhindern den Abtransport von Eiweißen und führen so zu einer Verkalkung der Blutgefäße, die das Blut nur noch schwer durchfließt.


Blutdruck messen

StethoskopWer übergewichtig ist oder weiß, dass andere Familienmitglieder mit Bluthochdruck zu tun haben, sollte unbedingt regelmäßig Blutdruck messen.
Dauerhaft erhöhter Blutdruck führt zu Schäden an Gefäßen und Organen und ist ein Hauptauslöser vieler Krankheiten. Als Schlaganfall oder Herzinfarkt sind seine Folgen tödlich.

 
Hypotonie

Verglichen mit Bluthochdruck gilt niedriger Blutdruck (Hypotonie) als weniger gefährlich. Betroffene leiden dennoch oft an für sie sehr unangenehmen Symptomen und fürchten die „Aussetzer“, die mit Schwindelgefühlen und Ohnmacht einhergehen können. Denn die Gefahr eines Unfalls beim Autofahren oder eines Sturzes ist immer gegeben.

Schwindel

Dabei bemerken manche Betroffene oft erst gar nicht, dass sie niedrigen Blutdruck haben. Erst, wenn der Blutdruck rapide in den Keller sinkt, kann eine Ohnmacht paradoxerweise dazu führen, dass wir auf ein Kreislaufproblem aufmerksam werden.

Anzeichen für niedrigen Blutdruck

Wird Dir schnell schwindelig, Du hast Herzrasen, fühlst Dich reizbar, hast keinen Appetit, wirst schnell müde oder Du leidest unter Ohrensausen und wiederkehrenden Kopfschmerzen, dann solltest Du die Ursachen mit Deinem Arzt besprechen.

• Herzrasen – die Reaktion Deines Körpers auf verminderte Durchblutung ist ein erhöhter Puls. Die Pumpe geht schneller, weil sie durch mehr Pumpstöße versucht, die Durchblutung anzukurbeln.

• Schwindel oder Kopfschmerzen - die Reaktion Deines Körpers auf mangelnde Blutversorgung oder Blutzirkulation des Gehirns. Schwindel geht oft mit Sehstörungen einher und Dir wird „Schwarz vor Augen“. Sackt die Blutversorgung bei schnellem Aufstehen in die unteren Körperregionen ab, braucht der Körper Zeit, um den Blutdruck wieder auszugleichen.

• Atemnot und Stiche in der Herzgegend – die Reaktion Deines Körpers auf verengte Blutgefäße, die nicht ausreichend weit sind, um die betroffenen Organe mit genügend Blut zu versorgen.

Auch depressive Verstimmungen gehen oft mit niedrigem Blutdruck einher. Niedrige Blutdruckwerte sind oft erste wichtige Hinweise auf eine möglicherweise ernste Erkrankung der Organe.

Niedrigen Blutdruck diagnostizieren

Der Arzt muss den Blutdruck wiederholt, an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten messen, um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Wann spricht der Arzt von Hypotonie?

Liegt Dein Blutdruck anhaltend unter dem durchschnittlichen Blutdruckwert von 100 (bei Frauen)/110 (bei Männern) zu 60 mmHg spricht ein Mediziner definitionsgemäß von niedrigem Blutdruck (arterieller Hypotonie).

Ursachen für niedrigen Blutdruck

Die Gründe für niedrigen Blutdruck können in den Genen liegen. Besonders häufig sind schlanke, junge Frauen betroffen, oft aber auch Jugendliche, die sich nicht ausreichend bewegen.

Sekundäre Hyptonie

Hypotonie, die durch eine andere Erkrankung bedingt wird, wird als sekundäre Hypotonie bezeichnet. Um die Ursache des niedrigen Blutdrucks herauszufinden, misst der Arzt die Schilddrüsenwerte oder führt ein Ultraschall durch. Befürchtet er eine Herzrhythmusstörung, macht er ein Elektrokardiogramm (EKG).

Auch eine Unterfunktion der Nebennierenrinde oder der Hirnanhangdrüse können niedrigen Blutdruck hervorrufen. Eine sekundäre Hypotonie kann daher auch als Nebenwirkung von Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmitteln beobachtet werden.

Hypotonie - Risiko während der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kann der niedrige Blutdruck allerdings ein Risiko sein. Es besteht die Gefahr, dass die Gebärmutter nicht ausreichend durchblutet wird und das Ungeborene dann nur ungenügend versorgt wird.

Welche Mittel helfen gegen niedrigen Blutdruck?

Meist lässt sich der niedrige Blutdruck mit natürlichen Mitteln gut behandeln und eine medikamentöse Behandlung ist nur selten nötig, denn dauerhafte Schäden sind bei niedrigem Blutdruck meist nicht zu befürchten.

Wechselduschen

Abwechselnd kaltes und warmes Duschen fördert die Durchblutung, weil sich die Blutgefäße dabei in kurzen Abständen weiten und wieder zusammenziehen. Das trainiert die Elastizität der Gefäßwände, regt den Kreislauf an und sorgt für einen Anstieg des Blutdrucks.
Auch wenn Du Dich als Warmduscher bezeichnen würdest: Schocke zumindest Deine Füße der Gesundheit zuliebe kurz mit kaltem Wasser!

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

WasserNimm über den Tag verteilt 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu Dir, um den Kreislauf in Schwung zu halten.
Wer viel schwitzt und Flüssigkeit verliert, verringert dadurch die Menge des im Körper zirkulierenden Blutes. Das verringert den Druck auf die Blutgefäße. Nimmst Du Flüssigkeit zu Dir, steigt das Blutvolumen wieder. So regulierst Du den Blutdruck und unterstützt Deinen Körper dabei, alle Zellen mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

 
Fazit

Ein gut funktionierendes Herzkreislaufsystem ist die Grundvoraussetzung für die Gesundheit unseres Körpers und unser Wohlbefinden. Gehst Du achtsam mit der Kraft Deines Herzens um, schont das Deinen Organismus und bewahrt Dich vor unangenehmen oder gefährlichen Folgeerscheinungen und Herzkreislaufstörungen. Über die von Dir konsumierten Lebensmittel und Deinen Lebenswandel hast Du viele Möglichkeiten, Arteriosklerose vorzubeugen und positiv auf Deine Herzkreislauffunktionen einzuwirken.

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