Knieschmerzen:Selbstheilung möglich

 

Wenn das Gelenk weh tut, um das sich alles dreht

Knieschmerzen betreffen fast mit absoluter Sicherheit alle Menschen im Verlauf ihres Lebens. Das Knie ist Dreh- und Angelpunkt unserer Bewegungsabläufe und daher besonders anfällig für Verletzungen und Probleme, die mit unangenehmen Schmerzen einhergehen.

Strapaziert, überlastet, gerissen?

 

Knieschmerzen können am Kniegelenk selbst oder durch Erkrankungen der umgebenden Sehnen, Bänder oder Schleimbeutel entstehen. Sie können sich als schwacher Stich, „weiche“ Knie oder stark schmerzende, gerötete Schwellungen und durch große Beeinträchtigungen bei jeder Bewegung bemerkbar machen.

Aufbau des Knies


Das Knie ist das größte aller Gelenke des menschlichen Körpers. Hinter der Kniescheibe (Patella) laufen der Oberschenkelknochen (Femur) und das Schienbein (Tibia) in einem fein aufeinander abgestimmten Geflecht aus Bändern, Sehnen und Muskeln zusammen.

Diese Knochen haben aufgrund ihrer Länge jeder eine starke Hebelwirkung. Mit viel Kraft treffen sie im Kniegelenk aufeinander. Damit die Knochen nicht unablässig aneinander reiben, umgibt eine Knorpelschicht die Gelenkoberflächen und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Ist die Knorpelschicht durch Arthrose abgerieben, kann sie sich nicht von selbst regenerieren.

Menisken und Kreuzband


Die zwei keilförmigen Menisken, die wie Kissen innen und außen am Gelenkspalt zwischen Ober- und Unterschenkel sitzen, sollen Stöße abfedern, den steten Druck auf den Knorpel mindern, das Gewicht verteilen und die Belastung der Knochen so reduzieren.

Das vordere und hintere Kreuzband haben ihren Namen, weil sie sich im Inneren des Kniegelenks kreuzen. Die Kreuzbänder haben die Aufgabe, das Zusammenspiel der Knochen im Gelenk zu stabilisieren, indem sie verhindern, dass sich die Einzelteile zueinander verschieben.

Was kann Schmerzen am Knie hervorrufen?



Zu möglichen Auslösern von Knieschmerzen zählen Verletzungen, Verstauchungen und Zerrungen. Allerdings sind Arthrose und Rheuma viel häufigere Ursachen für Kniebeschwerden.

Während Verletzungen, Verstauchungen oder Zerrungen direkt auf Bewegungen zurückzuführen sind, bei denen sich das Kniegelenk verdreht oder beim Stolpern überstreckt hat, sind Knieprobleme, die nicht auf eine ungewöhnliche oder erhöhte Aktivität zurückgehen, meist noch schmerzhafter und schwieriger zu behandeln.

Verstauchung


Bei Jugendlichen und jüngeren Menschen treten Knieschmerzen sehr häufig als Überlastungssyndrom nach dem Sport auf. Meist werden sie durch Verletzungen hervorgerufen, die auf mangelndes Aufwärmen zurückgehen. Eine Verstauchung vergeht in der Regel nach recht kurzer Zeit von selbst wieder. Die Faustregel bei Schmerzen heißt dann PECH: P für Pause, E wie Eis, C für Compressionsverband und H wie Hochlagern!

Schon bald läuft alles weiter wie zuvor. Im Fall eines Meniskus- oder Kreuzbandrisses muss mitunter aber operiert werden.

Knie

Der Meniskusriss

Der Meniskusriss ist eine der häufigsten Verletzungen am Knie. Sportlich aktive Menschen, die Sportarten mit viel Körperkontakt wie Fußball, Tennis oder Basketball spielen, bei denen man sich immer wieder schnell und abrupt drehen muss, setzen ihre Menisken einem hohen Risiko aus. Im Alter steigt die Gefahr eines Meniskusrisses, weil sich das Kniegelenk abgenutzt hat. Der Meniskus ist eventuell so geschwächt, dass er eines Tages aufgrund der kontinuierlichen Belastung reißt.

Einmal gedreht und – zack!

Wird das Kniegelenk aus einer Bewegung heraus verdreht oder unter Einsatz des ganzen Körpergewichts stark belastet, kann das zu einem Meniskusriss führen. Auch, wenn Du in die Hocke gehst, um etwas Schweres zu heben, kannst Du Dir dabei unvermittelt einen Meniskusriss einfangen.

Es könnte dann ein Knacken im Knie zu hören sein. Ein stechender Schmerz schießt durch den Spalt des Gelenks zwischen Ober- und Unterschenkel. Später entzündet sich das Kniegelenk, es schmerzt und schwillt mitunter stark an. Beugen und Strecken des Knies sind durch den Verlust an Dämpfung, für die die Menisken sorgen, stark eingeschränkt.

Selbstheilung möglich

Ein gerissener Meniskus kann sich von selbst schließen und heilen. Wenn der Patient jung ist, der Riss in der Nähe eines gut durchbluteten Gewebes liegt und der Heilungsprozess durch Physiotherapie unterstützt wird, stehen die Chancen dafür besonders gut. Entwickeln sich chronische Schmerzen, muss der Riss aber operiert werden, um die Schmerzen endgültig zu beseitigen und das Kniegelenk wieder funktionsfähig zu machen.

Ob der Meniskus gerissen ist, kann der Arzt bei einer Untersuchung feststellen. Dazu lässt er sich Deine Symptome schildern, tastet das Gelenk ab und prüft, ob Du an bestimmten Stellen besonders empfindlich auf leichten Druck reagierst. Um sicherzugehen, wird er zusätzlich röntgen oder ein MRT machen.

Naht des Meniskusrisses

Ist der Meniskusriss noch frisch, kann er in kapselnahen, gut durchbluteten Bereichen genäht werden. Ist das nicht möglich, wird der gerissene Meniskusteil entfernt. Je mehr vom Meniskusgewebe erhalten bleibt, desto mehr bleibt von der ursprünglichen Funktionalität erhalten. Die Gelenkfläche wird geglättet, um den Knorpel möglichst lange zu erhalten und das Risiko einer Arthrose einzudämmen.

Der Kreuzbandriss – wenn es „knallt“

Einen Kreuzbandriss erkennst Du daran, dass Dein Kniegelenk schmerzt, anschwillt und sich vermutlich ein Bluterguss am Gelenk bildet. Viele Menschen bemerken durch einen „Knall“ im Knie sofort, dass die Verletzung aufgetreten ist. Dann folgt ein stechender Schmerz, der zwar abklingt, aber später fühlt sich das Gelenk instabil an und schmerzt heftig vom Inneren des Knies. Das Kniegelenk lässt sich nicht mehr voll strecken und gibt besonders auf Wegen bergab stark nach.

Der „Schubladentest“ bringt Klarheit

Meist erwischt es das vordere Kreuzband. Hier sind Risse fast zehnmal häufiger als am hinteren Kreuzband. Weil der Durchmesser des Kreuzbandes bei Frauen geringer ist, ist auch seine Reißfestigkeit geringer und die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Kreuzband reißt. Der Arzt stellt das gegebenenfalls schnell mit dem sogenannten „Schubladentest“ fest. Lässt sich das Schienbein nach vorne herausziehen, handelt es sich in aller Regel um einen Kreuzbandriss.

Ausheilen lassen oder operieren?

Ist das Kreuzband nur angerissen, kann es von selbst heilen. Entlang der gesunden Fasern, geschient durch die Muskulatur, regeneriert es sich von selbst. Muss der Riss operiert werden, wird meistens ein Eigensehnentransplantat verwendet, um das Kreuzband zu ersetzen. Das ist mittlerweile eine Standardoperation, die in über 90 % aller Fälle so erfolgreich verläuft, dass anschließend wieder alle Tätigkeiten wie zuvor möglich sind.

Holzfigur

Mit dem Riss des Kreuzbands geht leider oft ein Riss des Innen- oder Außenmeniskus einher, der bei einer starken Verdrehung ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird. Wer einen Kreuzbandriss erleidet, trägt anschließend auch ein erhöhtes Risiko, eine Kniearthrose zu entwickeln. Je stärker die Erstverletzung und die Belastung im direkten Anschluss an die Behandlung, desto höher das spätere Arthroserisiko.

Arthrose

Arthrose ist eine der häufigsten Ursachen für Knieschmerzen. Sind die Schmerzen arthrosebedingt, musst Du leider damit rechnen, dass sie gekommen sind, um zu bleiben.

Weil Arthrose durch die Abnutzung im Gelenk entsteht, sind meist Menschen im Altern von über 65 Jahren von ihr betroffen.

Der Knorpel, der die Knochenenden eines gesunden Gelenks wie ein Schmierstoff bedeckt, sorgt, dafür, dass sich das Knie sanft beugen und strecken lässt. Mit der Zeit und bei fortschreitendem Alter gelingt es dem Körper immer weniger gut, den Knorpel zu erneuern. Das Fehlen der Knorpelschicht löst dann Schmerzen oder Einschränkungen bei Bewegungen aus. Je stärker die Belastung des Knies wird, desto mehr nehmen die Schmerzen zu. Nur Ruhe kann Abhilfe schaffen und sorgt für Linderung. Allerdings können die Schmerzen auch unvermittelt auftreten, wenn Du Dich gar nicht allzu sehr bewegt hast – sogar plötzlich nach dem Aufwachen.

Schubweise Schmerzen: häufig rheumatisch bedingt

Auch eine Entzündung des Kniegelenks wie durch rheumatoide Arthritis kann die Ursache von Knieschmerzen sein. Im Fall rheumatoider Arthritis schwillt das Kniegelenk meist an. Ein wundes Gelenk reagiert sehr empfindlich, fühlt sich überwarm an und die Haut rötet sich. Morgens sind die Schmerzen oft noch unangenehmer als am Abend. Sie gehen mit einem Gefühl steifer Verspannung einher. Je eher Du mit einer rheumatoiden Arthritis zum Arzt gehst, um seine Diagnose und fachlichen Rat einzuholen, desto besser sind die Chancen auf Besserung der Symptome.

Was tun gegen die Schmerzen?

Welche Behandlung bei Knieproblemen anzuraten ist, hängt natürlich von der Ursache der Beschwerden ab. Allerdings wird jede körperliche Aktivität Deinem Kniegelenk langfristig zugutekommen.

Sport und Bewegung

Alle Gelenke werden schneller steif und reagieren mit Schmerzen, wenn Du sie nicht in Bewegung versetzt. Darum solltest Du nie zu lange nur sitzen. Denke also daran, dass Du regelmäßige Bewegungspausen einlegst, falls Du einem Bürojob nachgehst!

Sport fördert die Gesundheit des Knorpelgewebes und reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose.

Solltest Du bereits an Gelenkschmerzen leiden, sind für Dich sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen oder Wassergymnastik am besten, bei denen Du das Kniegelenk wenig belastest.

Oberschenkelmuskulatur trainieren

Besonders effektiv sind Übungen, mit denen Du Deine Oberschenkelmuskulatur stärkst. Je besser Deine Muskulatur in der Lage ist, die Gelenke zu stützen, desto stärker wird Dein Knie dadurch entlastet.

Einfache Übungen zur Stärkung der Oberschenkelmuskulatur sind beispielsweise:

• Halte Dich an der Lehne eines Stuhls fest und gehe langsam in die Hocke. Wiederhole die Übung etwa 10 Mal.
• Hebe und strecke Dein Bein im Liegen vor dem Einschlafen, um die Oberschenkelmuskulatur zu trainieren.

Je ausgewogener die Muskelkraft in beiden Beinen ist, desto besser kann die Belastung verteilt und von den Knien weg gelenkt werden.

Normales Gewicht halten

Menschen mit Übergewicht leider stärker unter Knieschmerzen. Die Gelenke tragen schwerer am zusätzlichen Gewicht und müssen mehr arbeiten. Wem es gelingt, Gewicht zu verlieren, kann so auch Schmerzen reduzieren.

Bequemes Schuhwerk, passendes Sportausrüstung

Hohe Absätze sind Gift für die Knie! Ein Schuh, der Dich beim Gehen unterstützt und Schläge in die Kniegelenke abfedern kann, nimmt die Belastung von Deinen Gelenken und mindert die Strapazen im Alltag erheblich. Wer viel joggt, braucht regelmäßig neue Laufschuhe und ein Repertoire an unterschiedlichen Sportschuhen, damit das Gelenk nicht einseitig belastet wird.

Natürlich ist auch das richtig eingestellte Equipment eine wichtige Voraussetzung, um Verletzungen zu verhindern. Das gilt für den richtigen Laufschuh genau wie für den Knieschutz beim Volleyball und die korrekt eingestellte Bindung am Ski.

Tai Chi, Physiotherapie, Akupunktur und Massage

Der meditativen Bewegungskunst Tai Chi werden ähnlich therapeutisch wirksame Vorteile zugesprochen wie der gezielten Aktivierung der stützenden Muskulatur durch eine Physiotherapie. Weil die Bewegungen des Tai Chi sehr langsam durchgeführt werden und große Achtsamkeit und Genauigkeit erfordern, ist dieser Sport besonders für ältere Menschen gut geeignet. Eine Massage der Oberschenkelmuskulatur – auch durch die eigenen Hände – macht sich meist sofort spürbar positiv bemerkbar. Auch der Akupunktur wird ein positiver Effekt bei der Behandlung von Arthrose zugeschrieben.

Wann musst Du mit Deinen Beschwerden zum Arzt?

Falls Du plötzlich nachts und auch ohne Belastung Knieschmerzen hast, das Kniegelenk anschwillt oder Du es nicht wie gewohnt bewegen kannst, solltest Du unbedingt Deinen Arzt aufsuchen.Kleiner persönlicher Rat von mir.Setze nicht immer nur auf den Rat eines Arztes, sondern hol Dir bestenfalls verschiedene Meinungen von unterschiedlichen Ärzten.

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